Archiv für 19. März 2007

19
Mär
07

USA-Schlag gegen Iran schon zu Ostern? – “Argumenty Nedeli”

MOSKAU, 19. März (RIA Novosti). Die Militäraktion der USA gegen Iran wird in der ersten Aprilwoche, knapp vor dem diesjährigen Ostern, wahrscheinlich schon am Freitag, dem 6. April, stattfinden, der in den moslemischen Ländern ein arbeitsfreier Tag ist, schreibt die russische Wochenzeitung „Argumenty Nedeli“ unter Berufung auf russische Militärexperten.

Seit der IAEO-Chef Mohammad ElBaradei in seinem Bericht an die UNO vom 20. Februar festgestellt hat, dass die Internationale Atomenergiebehörde „den zivilen Charakter des iranischen Atomprogramms nicht bestätigen kann“, gebe es bei den Vorbereitungen auf diesen Schlag kein Zurück mehr, heißt es in dem Beitrag.

Die Attacke solle 12 Stunden lang, von vier Uhr morgens bis 16 Uhr (Ortszeit), dauern. Bei der Operation, die die Kodebezeichnung „Bite“ (Biss) bekommen hat, werden rund 20 Objekte angegriffen, u. a. Urananreicherungszentrifugen sowie Forschungszentren und -labors, so das Blatt.

Der erste Reaktorblock in Bushehr, an dem russische Fachleute bauen, solle dabei verschont bleiben. Es sollen das Luftabwehrsystem bekämpft, mehrere iranische Kriegsschiffe im Persischen Golf versenkt und die wichtigsten Führungsstellen der iranischen Streitkräfte vernichtet werden.

Die Schläge sollen u. a. von der im Indischen Ozean gelegenen Insel Diego Garcia aus geführt werden: Von dort sollen B-52-Bombenflugzeuge mit Flügelraketen starten. Darüber hinaus sollen sich die Fliegerkräfte von den Flugzeugträgern an dem Angriff beteiligen, die sich derzeit im Persischen Golf befinden bzw. zur im Mittelmeer stationierten 6. US-Flotte gehören. Weitere Flügelraketen sollen von U-Booten abgeschossen werden, die im Stillen Ozean und vor der Küste der Arabischen Halbinsel kreuzen.

Mit diesem Schlag solle Irans Nuklearprogramm gleich um mehrere Jahre zurück versetzt werden. Eine logische Folge davon wäre ein Anstieg der Ölpreise auf 75 bis 80 Dollar pro Barrel, und zwar für eine längere Zeit.

Über die neue Iran-Resolution, deren Entwurf von allen ständigen Mitgliedsländern des UN-Sicherheitsrates sowie von Deutschland gebilligt wurde, soll indessen im Sicherheitsrat noch in dieser Woche abgestimmt werden. Das Dokument sieht Sanktionen gegen zehn staatliche iranische Unternehmen und drei weitere Unternehmen vor, die von den Wächtern der Islamischen Revolution verwaltet werden – einer Elitetruppe, die unmittelbar dem religiösen Führer Irans, Ayatollah Ali Chamenei, unterstellt ist.

Die Sanktionen sollen außerdem gegen 15 Personen gelten – acht ranghohe Leiter von Staatsunternehmen sowie sieben zentrale Figuren im Korps der Wächter der Islamischen Revolution.

Quelle: rian.ru 

19
Mär
07

Gemeinsamer israelisch-amerikanischer Raketenabwehrtest

Jerusalem (AP) Israelische und amerikanische Soldaten haben mit einem umfassenden Manöver zur Raketenabwehr begonnen, um ihre beiden System aufeinander abzustimmen, wie am Sonntag bekannt gegeben wurde.

An der Operation «Juniper Cobra» in der Wüste Negev sind tausende Soldaten beider Staaten beteiligt.
Das Manöver wurde als Routineübung beschrieben, ein Zusammenhang mit einer möglichen Bedrohung durch die Raketen des Irans bestehe nicht, hieß es.

Wie aus Militärkreisen verlautete, testen die israelischen und amerikanischen Streitkräfte neue Möglichkeiten, wie Angriffe mit atomaren, chemischen oder biologischen Gefechtsköpfen abgewehrt werden können. Die USA unterstützen Israel jährlich mit 2,2 Milliarden Dollar Militärhilfe*.

Quelle: news.yahoo.com

*Siehe auch:

Greenbook – „Darlehen und Subventionen in Übersee“ / US-Agentur für internationale Entwicklung, USAID

19
Mär
07

Warum der Kapitalismus unmenschlich und undemokratisch ist

Textauszug / Quelle: muslim-markt

..nehmen wir einmal an, es gibt keinen Gott, kein Jenseits und nehmen wir zudem an, dass uns die Last zukünftiger Generationen schnurz-piep-egal ist, da wir ja ohnehin keine Kinder wollen.
Ist der Kapitalismus zumindest dann eine halbwegs sinnvolle Ideologie? Ist der Kapitalismus zumindest temporär demokratisch?

Um diese Frage beantworten zu können, muss wieder auf das Zinssystem und deren Folgen verwiesen werden. Sicherlich ist Niemandem entgangen, dass es reiche und arme Länder gibt, dass es – der Leser möge den Ausdruck entschuldigen – überfressene Gemeinschaften gibt und Menschen, die am Hunger sterben.
Erstaunlich dabei ist, dass diejenigen, die am Hunger sterben nicht gleichzeitig diejenigen sind, die am meisten verschuldet sind! Vielmehr ist es im Prinzip genau umgekehrt. Die am meisten verschuldeten Länder der Welt sind gleichzeitig die Reichsten (Ausnahmen bestätigen die Regel). Würde man alle Ländern im gleichen Maß eine Verschuldung erlauben, dann müsste niemand am Hunger sterben! Und würde man jedem Land erlauben so viel Dollar zu drucken, wie es die USA darf, und es auf den Weltmarkt zu werfen, dann gäbe es keine Hungertoten in der Welt.

Die Ökonomiegelehrten werden jetzt einwenden, dass die Verschuldung immer in Verhältnis zum Kapital des Landes gesetzt werden muss, dass man an verschiedenen Richtgrößen ausmacht und somit es etwas anderes ist, ob sich Timbuktu oder die USA verschulden. Die Auswahl jener Richtgrößen ist aber merkwürdigerweise immer so gewählt, dass die Vorreiter des Kapitalismus am besten dastehen.
So wird weder der Bildungsstand, noch das Alter der Bevölkerung noch die Rohstoffe (ohne die die Industriestaaten keine Produktion haben könnten) berücksichtig oder nur mit dem Preis, den man mit Hilfe der diktatorischen Marionetten installiert hat. Und das System funktioniert eben nur so lange, so lange die Vorreiter des Kapitalismus das dürfen, was sie andere verwehren.

Würde man z.B. die Frage aufwerfen, ob die Führungsnationen des Kapitalismus damit einverstanden wären, dass alle Menschen in der Welt genau so viele Rohstoffe und Ressourcen der Welt verbrauchen, wie sie es tun, dann müsste das verneint werden, denn dann könnte die Bevölkerung der Industrienationen die Rohstoffe nicht mehr bezahlen! Somit ist der Kapitalismus extrem undemokratisch, wenn man Demokratie nicht nur für einige Industriestaaten haben will sondern gleichermaßen für die ganze Welt…

…ganzen Artikel lesen (muslim-markt)

Siehe auch:

Wie funktioniert Geld?
3-teiliger Animationsfilm zur Erklärung des Geld- und Bankenwesens
mit dem Titel „10 Punkte Plan zu effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen“

- Teil 1:

- Teil 2:

- Teil 3:

19
Mär
07

Gen-Mais entpuppt sich als Rattengift

Nager weisen Leber- und Nierenschäden auf

Am Dienstag stellte Greenpeace gemeinsam mit dem französischen Molekularbiologen Gilles-Eric Séralini eine Studie vor, die belegt, dass der Gen-Mais MON683 für Ratten giftig ist. Damit wird erstmals nachgewiesen, dass eine bereits zugelassene Gentech-Pflanze ein Gesundheitsrisiko darstellen kann.

Der Gen-Mais MON863 des US-Agrar-Konzerns Monsanto produziert ein sogenanntes Bt-Gift – ein Protein, das Schädlinge von der Pflanze fernhalten soll. MON863 wird in den USA und Kanada angebaut. Neben der Europäischen Union haben unter anderem Australien, China, Mexiko und Japan die Pflanze als Futter- und Lebensmittel zugelassen. Das unabhängige französische Forscherteam CRIIGEN (Komitee für unabhängige Forschung und Gentechnik) hat bei der Auswertung eines 90-tägigen Laborratten-Tests jetzt nachgewiesen, dass der Mais bei den Tieren Organschäden verursacht.

Für ihre Studie verwendeten die Forscher Rohdaten, die 2002 von Monsanto erstellt wurden und nicht veröffentlicht werden sollten. Erst 2005 konnte Greenpeace per Gerichtsbeschluss erzwingen, dass die Testergebnisse den französischen Forschern zugänglich gemacht werden konnten.
Die Behörden, die für die Zulassung des Gen-Mais zuständig waren, übernahmen Monsantos Interpretation der Testergebnisse, dass MON683 unbedenklich sei. Nach einer kontroversen Debatte innerhalb der EU wurde der Mais im Januar 2006 als Futter- und Lebensmittel endgültig zugelassen.

»Es gibt erhebliche Mängel in der statistischen Auswertung der Studie, wie sie von Monsanto vorgelegt wurde«, erkärt Gilles-Eric Séralini von der Universität Caen, Leiter von CRIIGEN. »Neben den Schäden an Leber und Nieren wurden auch Gewichtsveränderungen der Tiere nicht ausreichend untersucht. Weitere wichtige Daten ließ Monsanto unter den Tisch fallen.«

Auch die französischen Wissenschaftler können die Wirkung des Giftes nicht genau bestimmen. Dafür sei die Testdauer von 90 Tagen nicht ausreichend. Ein mit dem Genpestizid vergleichbarer, chemisch hergestellter Giftstoff werde an mehreren Tierarten bis zu zwei Jahre lang getestet. Greenpeace fordert auf Grund der neuen Studie ein weltweites Vermarktungsverbot von MON863 und schärfere Zulassungsverfahren für Gentech-Produkte.
»Der Fall MON863 zeigt exemplarisch das Versagen der nationalen und europäischen Sicherheitskontrollen auf«, sagt Christoph Then, Gentechnikexperte von Greenpeace. »In Deutschland muss Verbraucherminister Seehofer den Anbau von Gen-Saat und den Import von Gen-Food jetzt endlich stoppen.«

Quelle: nd-online.de




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