Ramat Gan/Israel (AP) Israel hat am Dienstag die größte Übung zur Zivilverteidigung in seiner Geschichte begonnen.
Im Rahmen der zweitägigen Aktion, an der tausende Polizisten und Soldaten teilnehmen, sollen Angriffe mit Raketen und unkonventionellen Waffen simuliert werden. Die Übung sei Teil der Vorbereitung von Staat, Streitkräften und Polizei auf mögliche Angriffe, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Ephraim Sneh. Dabei sollten Lehren umgesetzt werden, die aus dem Krieg gegen die Hisbollah im Libanon im vergangenen Sommer gezogen worden seien…
Quelle: AP
..dass diese Lehren wahrscheinlich dazu dienen sollen, während des definitiv bald kommenden Angriffes auf den Iran, möglichst auf die zu erwartende Gegenwehr vorbereitet zu sein – darf man sich wohl selbst ausrechnen. Immerhin werden diese Übungen gemeinsam mit der US-Armee durchgeführt.
Die Berliner Umschau schreibt dazu, bezugnehmend auf einen Artikel von RIA Novosty:
Israel und USA üben Kampf gegen die Hisbollah
Israel hat gemeinsam mit den USA großangelegte militärische Übungen begonnen. Einheiten der israelischen Luftverteidigung trainieren zusammen mit der 69. US-Artilleriebrigade die Abwehr von Raketen, die mit Kern-, biologischen und chemischen Sprengköpfen bestückt sind, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Montag.
„In der ganzen Welt herrscht die Meinung, dass Israel derart stark sei, dass es jede arabische Armee zerschlagen könnte und nichts zu befürchten habe. Denn es habe die weltbeste Bewaffnung und dazu auch noch Kernwaffen“, sagte Prof. Georgi Mirski (Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften). „Der letztjährige Libanon-Krieg zeigte jedoch, dass dem nicht so ist. Zu Ende ist die Ära, da Israel gegen arabische Armeen gekämpft hat. In der Welt trat eine vollkommen andere, gefährlichere Ära ein. Ich würde sie die Ära der großen Hisbollah nennen.“
Während der begonnenen Übungen testete Israel die neue Drohne Heron, die einen Aktionsradius von einigen Tausend Kilometern hat. Die Drohne wurde im Südlibanon bei den letztjährigen bewaffneten Zusammenstößen mit der Hisbollah benutzt.
Außerdem verlangte der Befehlshaber der israelischen Landstreitkräfte, General Benjamin Gantz, von den Panzerbesatzungen Schießübungen, da der Gegner moderne Panzerabwehrraketenkomplexe einsetzt.
An den Übungen werden Sondereinheiten teilnehmen, die die Taktik der schiitischen Kämpfer beherrschen sowie ihre organisatorische Struktur und ihr Verbindungssystem kennen.
Die Sondereinheiten werden von Feldkommandeuren geleitet, denen sich mobile Gruppierungen unterordnen werden, die mit Kalaschnikow-Maschinenpistolen und Panzerbüchsen russischer Produktion bewaffnet sind.
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