Archiv der Kategorie 'Allgemein'

28
Jun
07

I want Change…

21
Jun
07

Kommentarfunktion gestört!

Leider gibt’s zur Zeit ein paar kleine Probleme mit der Kommentarfunktion, und so wie es aussieht können die in den letzten beiden Tagen eingegangenen, aber noch nicht moderierten Kommentare momentan nicht freigeschaltet werden..

..wird aber dran gearbeitet.. ;-)

anti

26
Apr
07

Über wirkungsvollen Pazifismus

Die Mutter, die in einigen zwanzig Jahren an der zerkrümmten Leiche eines kleinen Kindes heulen wird, neben sich den Schlauch einer unnützen Sauerstoffflasche und einen bedauernden Arzt: »Gegen dieses Giftgas, gnädige Frau, sind wir zur Zeit noch machtlos – Ihr Kind ist nicht das einzige Opfer in der Stadt … « – diese Mutter wird sich in ruhigen Stunden immerhin fragen dürfen, wo denn eigentlich der vielverschriene Pazifismus in den letzten zwanzig Jahren gewesen sei; ob wir denn nichts getan hätten; ob es denn keinen Krieg gegen den Krieg gebe …

Tatsächlich wird der Pazifismus von den Mordstaaten sinnlos überschätzt; wäre er halb so gefährlich und wirkungsvoll, wie seine Bekämpfer glauben, dürften wir stolz sein. Wo stehen wir –?

Die historische und theoretische Erkenntnis der anarchischen Staatsbeziehungen ist ziemlich weit fortgeschritten. Die Friedensgesellschaften der verschiedenen Länder, die inoffiziellen Staatsrechtslehrer, Theoretiker aller Grade arbeiten an der schweren Aufgabe, aufzuzeigen, wo die wahre Anarchie sitzt. Langsam schält sich das Bild des wirklichen Zustandes der Erde heraus: der Staat, noch bis vor kurzem Subjekt und Götze und Maßstab aller Dinge, unterliegt nun selbst einer ihm peinlichen Untersuchung, er wird Objekt, und ein lamentables dazu, und muß sich gefallen lassen, in seinen Grundfesten angezweifelt zu werden. Immer mehr zeigt sich, was wahre Kriegsursache ist: die Wirtschaft und der dumpfe Geisteszustand unaufgeklärter und aufgehetzter Massen.

Was aber fast überall völlig fehlt, das ist die pazifistische Propaganda im Alltag, auf der Gasse, in der Vierzimmerwohnung, auf öffentlichen Plätzen – der Pazifismus als Selbstverständlichkeit. Vier oder fünf Mal im Jahr sind wir da, auf Kongressen, oft in Versammlungen. Und dann gehen alle nach Hause, und das ›Leben‹ tritt in seine Rechte; das Leben – das ist in diesem Falle die offizielle Staatsgesinnung, die den Krieg lobt; das Kino, das den Krieg verherrlicht; die Zeitung, die den Krieg nicht in seiner wahren Gestalt zu zeigen wagt; die Kirche, die zum Kriege hetzt (die protestantische mehr als die klügere katholische); die Schule, die den Krieg in ein bombastisches Panoptikum umlügt; die Universität, die den Krieg feiert –, überall der Krieg…

..Eine Mobilisierung ist nur möglich, … wenn die Gemüter so präpariert sind, dass eine geistige Mobilmachung durch eine herbeigepfiffene Zeitungsmeute in vier Tagen entfesselt werden kann. Wenn man zwanzig Jahre um sich herum immer nur hört, dass man dem Staat Gehorsam, Leben und – aber darüber ist zu reden – Steuern schulde, so springt alles gehorsam an, wenn die Trompete bläst…

..Jeder Psychologe weiß, dass es hart und schwer ist, die Schwelle des Widerstands zu überwinden, die die Dressur in die Seele eines Individuums gelegt hat. Theoretische Schriften über den Staatsgedanken des Pazifismus, Diskussionen über dieses Thema müssen sein – sie bleiben völlig wirkungslos, wenn sie nicht in die Terminologie, in die Vorstellungswelt, in das Alltagsleben des einzelnen übersetzt werden.

Da es keinen Staat gibt, für den es zu sterben lohnt, und erst recht keine Prestigefrage dieser größenwahnsinnigen Zweckverbände, so muß Symbol für Symbol, Äußerlichkeit für Äußerlichkeit, Denkmal für Denkmal umkämpft, erobert, niedergelegt werden. Es steht kein pazifistisches Kriegerdenkmal, die einzige Art, der für einen Dreck hingemordeten Opfer zu gedenken – es gibt nur trübe Anreißereien, das Beispiel der trunken gemachten und Helden genannten Zwangsmitglieder des betreffenden Vereins zu befolgen. Was die Generale mit ihren ehrfurchtsvoll gesenkten Degen, mit Fahnen und ewigen Gasflammen; mit Uniformen und Hindenburg-Geburtstagsfeiern; mit Legionsabzeichen und Filmen heute ausrichten und ausrichten lassen, ist das schlimmste Gift. Entgiften wir.

Das kann man aber nicht, wenn man, wie das die meisten Pazifisten leider tun, dauernd in der Defensive stehen bleibt, »Man muß den Leuten Zeit lassen –« und: »Auch wir sind gute Staatsbürger –« Ich glaube, dass man weiterkommt, wenn man die Wahrheit sagt:

Daß niemand von uns Lust hat, zu sterben – und bestimmt keiner, für eine solche Sache zu sterben. Daß Soldaten, diese professionellen Mörder, nach vorn fliehen. Daß niemand gezwungen werden kann, einer Einberufungsorder zu folgen – dass also zunächst einmal die seelische Zwangsvorstellung auszurotten ist, die den Menschen glauben macht, er müsse, müsse, müsse traben, wenn es bläst. Man muß gar nicht. Denn dies ist eine simple, eine primitive, eine einfach-große Wahrheit:

Man kann nämlich auch zu Hause bleiben.

Und man kann nicht nur zu Hause bleiben. Wieweit zu sabotieren ist, steht in der Entscheidung der Gruppe, des Augenblicks, der Konstellation, das erörtert man nicht theoretisch. Aber das Recht zum Kampf, das Recht auf Sabotage gegen den infamsten Mord: den erzwungenen – das steht außer Zweifel, Und, leider, außerhalb der so notwendigen pazifistischen Propaganda. Mit Lammsgeduld und Blöken kommt man gegen den Wolf nicht an.

Und wir sind nicht nur zu wenig Kämpfer des Friedens – wir sind es auch viel zu abstrakt, viel zu hoheitsvoll, viel zu theoretisch. Die kleinste Zelle ist zu bearbeiten, also die Familie, die Frau und die Gemeinde. Hier sind immer das ›Werk von Locarno‹, die interparlamentarischen Konferenzen, der Völkerbund so sehr skeptisch betrachtet worden, weil die Einweihung eines Krieger-Gedenksteins; der Mißbrauch von Schulkindern zur Demonstrierung unsittlicher Ideen; die amerikanischen Kriegsfilme, die für alle Welt gemacht sind und von aller Welt nach verschiedener Melodie beklatscht werden, wirkungsvoller sind als alles Gerede in feierlichen Sälen.
Der gute Wille … und der schlechte Wille … bewirken gar nichts. Aber eine Straßenabsperrung, Bilder in den illustrierten Zeitschriften, Filme, Predigten und Schulfeiern – die bewirken etwas. Wir dringen lange nicht genug dahin, wo allein unsre Wirkungsmöglichkeit sitzt: in den Bauernhof, in die Werkstatt, in die Schulklasse, in das Büro und in die Familie. Und warum nicht –?

Weil wir nicht die Sprache der Leute reden.

Um propagandistisch verstanden zu werden, muß man vereinfachen und verdicken, untermalen und übertreiben – man muß klar und simpel sein und allen verständlich. Hier und nur hier steckt die Mobilisierung des Friedens.

Wir kennen den Geisteszustand, der in allen Ländern im ersten Kriegstaumel geherrscht hat. Ihn hat man heraufzubeschwören, ihn genau auszumalen – und ihn zu bekämpfen. Prophezeit: so und so wird es sein. Ihr werdet zu euern sogenannten Staatspflichten gezwungen werden, die nichtig und verdammenswert sind – befolgt sie nicht. Ihr werdet eingeredet bekommen, dass drüben der Feind steht – er steht hüben. Man wird euch erzählen, dass alle Letten, Schweden, Tschechen oder Franzosen Lumpen seien – die Erzähler sind es. Ihr seid dem Staat nicht euer Leben schuldig; ihr seid dem Staat nicht euer Leben schuldig; ihr seid dem Staat nicht euer Leben schuldig.

Und die Fahne, die da im Wind flattert, weht über einem zerfetzten Kadaver. Und wenn euch ein Auge ausgeschossen wird, bekommt ihr gar nichts oder sechzehn Mark achtzig im Monat. Und jeder Schuß, den ihr abfeuern müßt, ist ein Plus im Gewinnkonto einer Aktiengesellschaft. Und ihr karrt durch den Lehm der Straßen und stülpt die Gasmasken auf, aber ihr erntet nicht einmal die Frucht eures Leidens. Und die wahre Tapferkeit, der echte Mannesmut, der anständige Idealismus des guten Glaubens – sie sind vertan und gehen dahin. Denn man kann auch für einen unsittlichen Zweck höchst sittliche Eigenschaften aufbringen: aufopfern kann man sich, verzichten, hungern, die Zähne zusammenbeißen, dulden, ausharren – für einen unsittlichen Zweck, Getäuschter, der man ist, Belogener, Mobilisierter … seiner primitiven Eigenschaften, der barbarischen.

Stoßen wir vor –? Sagen wir das den Leuten –? Befreien wir sie von der fixen Idee des Staates, der kein Recht hat, über sie zu verfügen, und der sich dieses Recht anmaßt, indem er Religion, Ethik, Geschichte und Rechtsvorstellung verfälscht? Ich halte die Kleinarbeit etwa des ›Andern Deutschlands‹ in Hagen für wertvoller, für wirkungsvoller, für eindringlicher als die Tätigkeit ganzer Friedensgesellschaften, die zu Leuten sprechen, die schon überzeugt sind. Wer ›hat‹ den sogenannten ›Neutralen‹, den Indifferenten, den Kaufmann, den Angestellten, den Niemand –? Die andern. Nicht wir.

Das ist unser Fehler. Was ist das für eine Propaganda, die immer mit einer Art bösen Gewissens herumläuft! Aber es gibt bei der pazifistischen Arbeit ein paar Grundsätze, über die gar nicht mehr zu reden ist. Die sind:

Jedes Gedenken der Gefallenen, also Ermordeten, ohne die klare Ableugnung der Kriegsidee ist eine sittliche Schande und ein Verbrechen an der nächsten Generation. Es gibt keine Staatsgrenze, die die Verbrüderung mit Gleichgesinnten sperren könnte. Man muß schon offizieller deutscher Freimaurer sein, einer von denen, die ›die Existenz einer Menschheitsidee‹ leugnen, man muß Priester sein oder deutscher Universitätsprofessor, um zu glauben, dass das Ethos in Saarbrücken oder in Herbesthal ende. Da fängt es an. Sich im Kriege zu drücken, wo immer man nur kann – wie ich es getan habe und Hunderte meiner Freunde – ist das Recht des einzelnen. Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg; man drehe diesem Kram den Rücken oder bekämpfe ihn aktiv. Auch wohlwollende Zuschauer sind Bestärkung.

So denken Hunderttausende und schweigen.

Ich weiß, dass nach einer wilden Tirade eines braven Rechtsanwalts, der im Reichsbanner seinen Patriotismus absonderte, nachher am Biertisch einer gesagt hat: »Kinder, hat der Wrobel nicht eigentlich recht?« Und dann gab es ein verlegenes Schweigen, und dann waren sich alle einig, dass man ›so etwas eben nicht sagen könne‹. Man kanns sagen. Man muß es sogar sagen. Ich habe diese Gesinnung weder erfunden, noch halte ich ihre Formulierung für eine geistige Tat. Aber das Einfache sagen, das Allereinfachste, das, was jede Mutter verstehen sollte, die nicht verhetzt ist, zu sagen, was jedes Kind begreift – das ist so bitter nötig und wird so wenig getan. Ich habe gar kein Gefühl für die staatspolitische Bedeutung von Ministerreden, wenn während der Zeit, wo diese Ansprachen gehalten werden, sich die jeweiligen Kriegsminister wie die Tollen gebärden; wo sie wieder und immer wieder ihre Reklame-Denkmäler einweihen; wo sie wieder und immer wieder die ermordeten Mörder ehren und an das allerdumpfeste Gefühl im Menschen appellieren: an das Hordengefühl, das aufheult, wenn der Schritt der Kolonnen vorbeidröhnt. Ich auch! ich mit! ich mit!

Hier hat die Propaganda einzusetzen. Hier ist mit jedem, selbstverständlich auch mit den jeweils verbotenen Mitteln, aufzuklären: wie ein Staat wirklich aussieht; wie die Struktur der Gesellschaft ist; wie die wahren Grenzen in Europa und anderswo laufen – und wie das Leben noch des letzten Generalfeldmarschalls zu kostbar ist, um auch nur eine Patrone, einen Säbelhieb und die Übertretung eines uralten Gebots an ihm zu verschwenden.

Ignaz Wrobel – Die Weltbühne, 11.10.1927, Nr. 41, S. 555.

Gefunden auf textlog.de/Kurt Tucholsky

19
Dez
06

Ich habe heute das Link-Portal aktualisiert, und unter anderem in der Kategorie „Tierrechte“ einen Link zu tierschutzteam.de hinzugefügt.

Dort bin ich auf eine Geschichte gestossen die mich ziemlich geschockt und bewegt hat, und auf die ich hier nochmal gesondert hinweisen möchte..

Es handelt sich um die Geschichte der Hündin Maja -> www.majasleid.de

Maja ist die dritte Hündin, die von einem Mann nicht nur permanent geschlagen, sondern auch regelmäßig missbraucht wurde. Einzelheiten dieser widerwärtigen Praktiken möchte ich nicht schreiben, es ist schon schlimm genug davon zu wissen. In den letzten Wochen haben Anwohner das Geschrei der Hündin nachts nicht mehr mit anhören können, da von diesen Menschen noch niemals jemand ein Tier so hat schreien hören. Es gelang uns an die aus dem Genitalbereich blutende Hündin zu kommen und sie an einen sicheren Ort zu bringen.

Maja wurde sofort in einer entfernten Tierklinik stationär aufgenommen und behandelt. Die Blutungen konnten gestillt werden und mittlerweile kann sie auch schon wieder ein paar Schritte laufen. Die Tierärztin stellte eine sehr große Trauer der einstmals schönen schwarzen Schäferhündin fest und grenzenlose Dankbarkeit den Rettern gegenüber. Ihrer Meinung nach kann Maja wieder gesunden.

Sie kam aus einem guten Zuhause, das sie 3 Jahre bei einem mittlerweile verstorbenen Ehepaar hatte, bevor sie diesem Unhold in die Hände fiel.
Dieser will alles dransetzen um die Hündin zurück zu bekommen. Aus diesem Grund wurde Maja nach dem Aufenthalt in der Tierklinik an einen unbekannten, für sie sicheren Ort verbracht.

Der Mann ist leider bei der Justiz kein Unbekannter.

Maja wird auf keinen Fall wieder vermittelt, sie wird gesund gepflegt und gegen den Mann wird Anzeige erstattet.

Weitere Informationen finden sich auch auf der Seite der ceiberweiber.at, in dem sehr empfehlenswerten und ausführlichen Beitrag „Die erste Gewalt richtet sich gegen Tiere – Was vor häuslicher Gewalt, Vergewaltigung und Mord kommt„,

sowie auf verschwiegenes-tierleid-online.de, einer Seite die sich mit dem sexuellen Missbrauch an Tieren auseinandersetzt.

Gruss,

Antistaat

21
Jul
06

Resignation..?

..zur Abwechslung jetzt mal ein verwirrter Kommentar ohne konkretes Ziel (nicht viele Fragen, keine Antworten, aber ein Haufen Links):

- Drastisch gesagt: Die wenigsten Leute die ich auf der Strasse, oder in diversen Internet-Foren treffe haben wirklich noch etwas dass ich Bildung nennen möchte, je jünger desto schlimmer. Aber prahlen alle mit ihrem „gefährlichen Halbwissen“ und haben auch definitiv immer Recht.. *g ..ja, Sorry, ist sicher etwas überzogen formuliert; sicher sind das nicht alles Idioten (ich würd von mir auch nicht behaupten wollen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben), sie hinterfragen nur vielleicht nicht mehr (genug)..?! Und wenn doch, lassen sie sich von Galileo, n-tv oder der Bild darüber aufklären wie die Welt funktioniert. Der Glaube an die Wahrheit in den Medien scheint ungebrochen.
Millionen von „Nachrichten-Konsumenten“ können sich nicht täuschen.

Keine Spur von Resignation.

So bestehen die Nationen dieser „zivilisierten“ westlichen Welt also aus einem homogenen Mus aus Menschen, die sich der „gemachten allge-Meinung“ einfach unterordnen, weil: ändern können sie ja (ihrer Meinung nach) eh nichts. Ausserdem ist ja auch alles noch nicht sooo schlimm, und wenn die Wirtschaft erstmal wieder wächst, dann haben ja auch alle Arbeit und sind wieder glücklich, alle Menschen auf der Welt, tralala, lass ma ein’ saufen..
Möglichkeiten sich zu informieren gibt es soviele wie nie zuvor. Leider wird weitaus mehr Zeit in die Suche nach dem günstigsten Preis investiert, als in die In-Frage-Stellung dessen, was uns täglich als „wichtige“ Nachrichten verkauft wird.

Und da ist wohl schonmal einer von tausend Fehlern in unserer Fun-Gesellschaft: das nicht funktionierende Bildungssystem. Ich rede hier nicht von PISA und dem sich immer mehr nach wirtschaftlichen Interessen ausrichtenden Schulbetrieb, ich rede von Kindern/Jugendlichen und ihrem Umfeld. Also von der Familie und der Umwelt als Lehrer. Der Verantwortung, die jeder sich selbst als „vernünftigen Erwachsenen“ bezeichnende Mensch gegenüber seinen Mitmenschen (und auch Tieren!) trägt. Die Vorbildfunktion.

Resignation?

Aber da gibt es sicherlich ein weiteres Problem: der Überfluss an Informationen, die Reizüberflutung. Lernen muss man allerdings wirklich erst lernen, wichtiges von unwichtigem und reales von fiktivem zu unterscheiden, schwierig in einer immer „unrealer“ werdenden Welt.

Ich halte mittlerweile, wenn ich mal ganz ehrlich bin, die meisten „Zukunftsvisionen und -träume“ meiner Freunde und Bekannten leider für unrealistisch. Sie verlassen sich scheinbar blind darauf, dass auch in 50 Jahren die Welt noch so aussieht wie heute. Häuschen mit Garten, Auto, Urlaub, Bio-Lebensmittel, Privatrente, Lebensversicherung.. alles gesichert. Und den Hunger kriegen wir nebenbei auch noch irgendwie in den Griff.
Es gibt Momente da macht mich das nachdenklich, ich frage mich ob meine von vielen als „negativ“ empfundene Einstellung zur Zukunft vielleicht wirklich unbegründet ist.
Nur: Ich selbst empfinde es nichtmal als negativ! Wenn ich es erklären soll: für mich ist die Zukunft logischerweise nur die Folge der Gegenwart. Und wenn man zb. die Klima-Entwicklung betrachtet, die wirtschaftliche und politische, und die Verknüpfung dieser beiden untereinander so „objektiv“ betrachtet.. ?! najagut, man könnte das alles pessimistisch angehen, aber als frisch gebackener Weltmeister der Herzen sieht man das jetzt mal alles nicht soo eng.

Persönlich bin ich nicht unglücklich, was mich und mein Leben betrifft, und ich würde mich hüten zu klagen wie schlecht es mir doch geht.
Das wäre gelogen.
Aber; ich habe in gewisser Weise resigniert.

Trotzdem. Die Gegenwart wirft auf die Zukunft ein finsteres Bild, ich kanns nich anders sagen, und dazu muss man auch kein Prophet sein oder so. Durch Schönreden wird’s nicht besser, ein bisschen gesunder Menschenverstand, Realismus, und mal 1 und 1 verknüpfen kann da schon verdammt viel bringen..
..und ist meiner bescheidenen Meinung nach doch auch nicht allzuviel verlangt.. oder?

All die hochgelobten Errungenschaften haben uns nur wieder zu Sklaven gemacht, unsere potentiellen Möglichkeiten werden „weggeschmissen“ im Auftrag einer selbsternannten Elite die meint uns nach ihrem gutdünken steuern zu müssen um selbst glücklich zu sein, oder warum auch immer..
Die „Normalbevölkerung“ wird bewusst dumm gehalten und für dieses Spielchen benutzt – und lässt dies auch bereitwillig zu, weil sie anscheinend nichts mehr von sich selbst hält. Jedenfalls hält sie sich für ohnmächtig, und wenn Millionen von Leuten vor einer handvoll regierender kapituliert und sagen sie können ja eh nichts ändern ist da irgendwas im Verständnis falsch gelaufen denk ich..

Aber sollte man da von Resignation sprechen?

Was sich an Gesetzen zur Überwachung der Bevölkerung und sonstiger drastischer Entrechtung der Bürger in den letzten Jahren im Namen des „Kampfes gegen den Terror“ so angesammelt hat ist mehr als erschreckend, aber durch die ständig (meiner Meinung nach oftmals durch Geheimdienste fingierte) hochgehaltene angebliche Terrorgefahr nehmen die Leute alles mögliche an Einschnitten eher regungs- als fassungslos hin. Man hat ja bekanntlich auch andere Probleme, zb. die Sorge um seinen Arbeitsplatz, seine Finanzen, und – nicht zu vergessen: man hat Fernsehen..! Die Maschine läuft wie geschmiert, könnte man glatt meinen, „Tittytainment„, früher bekannt als „Brot und Spiele“ funktioniert bestens.

Der Verstand hat anscheinend resigniert.

Welch ein glorreiches Zeitalter doch angebrochen ist..

P.S.: Darf man sich in diesen Tagen eigentlich rein theoretisch fragen, ob es eine Art „Interessengemeinschaft“ auf israelischer und US-amerikanischer Seite geben könnte, mit Zielen über die sich vielleicht nur spekulieren lässt, die andererseits so „geheim“ möglicherweise gar nicht mehr sind..? Vielleicht müsste man nur die Augen aufmachen..!?

Nein, man darf natürlich nicht..!! Das musste auch Peacemaker Nr.1, Kofi Annan gestern mal wieder erfahren. Israel kritisiert man nunmal nicht, sollte doch so langsam jeder mitbekommen haben.

..ob er wohl langsam auch ein wenig resigniert?

..darf gerne kommentiert werden! ;-)




a

my.delicious

 

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