Archiv der Kategorie 'Audio/Video'

23
Jul
07

“Waking Life” / TV-Tip

TV-TIP: Dienstag, den 24.07.2007 – 22:25 Uhr – 3sat

Die Erlebnisse eines jungen Mannes, der verschiedene Ebenen zwischen Traum und Wachsein durchläuft und dabei Menschen auf ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens begegnet. – Richard Linklater („Before Sunrise“, „A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm“) bedient sich der nachträglichen Animation eines real gedrehten Films, um mit einer faszinierenden Bildsprache Fragen der menschlichen Existenz zu behandeln. Start der 3sat-Reihe „Trickfilme für Erwachsene“.

Ein unbekannter junger Mann in einer fremden Stadt. Nachdem er von einem anderen Mann aus einem durch die Straßen rollenden Boot an einer Straßenecke abgesetzt wurde, wird er von einem Lastwagen angefahren. Einige Zeit später erwacht er in einem Zimmer: Ist er tot, war alles nur ein böser Traum – oder befindet er sich immer noch im Reich der Fantasie? Nach einem Frühstück verlässt der Mann das Haus und wird mit unterschiedlichsten Menschen und Situationen konfrontiert. Er nimmtan einer Vorlesung über den Existenzialismus teil und begegnet immer wieder Personen, die sich über den Sinn des Lebens, über Wahrnehmung, Evolution, das Unterbewusstsein und die unterschiedlichsten philosophischen Fragen der Gegenwart unterhalten. Zwischendurch scheint er einzuschlafen, aber nur, um sich danach auf einer weiteren Traumebene zu befinden. Bis er plötzlich zur Zimmerdecke schwebt, aus dem Fenster gleitet und sich bewusst wird, dass er in einer Art Schachteltraum gefangen ist, aus dem es kein wirkliches Erwachen gibt. Oder ist auch das nur Einbildung?

Richard Linklater benutzte eine Art digitales Rotoskopie-Verfahren, um den zuvor mit einer Mini-DV-Kamera gedrehten Realfilm nachträglich zu „animieren“. 30 Zeichner bearbeiteten den Film dafür am Computer. Mit Julie Delpy, Ethan Hawke, Regisseur Steven Soderbergh und Linklater selbst sind einige Figuren des Realfilms noch gut zu erkennen. Verharrten schon in früheren Linklater-Filmen wie „Slacker“, „Dazed and Confused“ und „Suburbia“ die Figuren traumwandlerisch passiv gegenüber der Wirklichkeit und philosophierten über ihren Standpunkt in der Welt, so wird dies in „Waking Life“ zum eigentlichen Thema des Films. Getragen wird das Konzept – das Leben als „dream within a dream“ – von einer faszinierenden Bildsprache, in der Traum und Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind.

Der Film wurde mit mehreren Preisen für Animations- und Experimentalfilm ausgezeichnet. Mit dem gleichen Verfahren wie bei „Waking Life“ drehte Linklater 2006 nach einem Roman von Philip K. Dick (Vorlage zu „Blade Runner“) den Science-Fiction-Film „A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm“.

Quelle: 3sat.de

Ausschnitt – Guy Forsyth:

Ausschnitt – Gastauftritt von Alex Jones:

Ausschnitt – David Sosa über das Problem der freien Entscheidung:

Ausschnitt – Vier Männer:

Ausschnitt – „Ein mentales Modell…“:

Siehe auch:

Diskurs als Albtraum @freitag.de
- Rezension – „Waking Life“ @filmszene.de
- Infos zum Film @filmz.de
- weitere Infos zum Film @wikipedia.de

Keine Zeit den Film zu schauen, weil zu früh am nächsten morgen die Pflicht wieder ruft? Via onlinetvrecorder kann der Film online aufgenommen werden, und steht anschliessend für ein paar Tage zum Download zur Verfügung.
Zwar keine DVD-Qualität, aber dafür kostenlos. ;-)

16
Jul
07

“The Corporation” – Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht

„The Corporation. Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht“ gibt Aufschluss über den Charakter und den kometenhaften Aufstieg der wichtigsten Institution unserer Zeit, des Konzerns. Ausschnitte aus Popkultur, Fernsehnachrichten und Firmenpropaganda dokumentieren, in welchem Maße die Konzerne Einfluss auf unser Leben nehmen.

Der Film zieht die logische Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass der Konzern juristische Person ist, indem er ihn auf die Couch des Psychiaters legt und fragt: „Was für eine Person ist das eigentlich!“.
„The Corporation“ stellt die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die im Geschäftsverkehr die Rechte eines Menschen genießt, ohne sich im mindesten um menschliche Werte zu kümmern. Der Film führt den psychopathischen Charakter der Institution „Unternehmen“ anhand von haarsträubenden Fallstudien vor, die zeigen, wie Unternehmen uns beeinflussen, unsere Umwelt, unsere Kinder, unsere Gesundheit, die Medien, die Demokratie und selbst unsere Gene – und wie sich die Menschen dagegen wehren.

Unter den 40 im Film Interviewten sind Konzernchefs und leitende Manager aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen: Öl- und Pharmaindustrie, Reifenherstellung, Schwerindustrie, PR, Branding, Werbung und verdecktes Marketing.
Darüber hinaus stehen ein mit dem Nobelpreis ausgezeichneter Ökonom, der erste Managementguru, ein Industriespion sowie eine Reihe von Wirtschaftswissenschaftlern, Kritikern, Historikern und Intellektuellen Rede und Antwort.

„The Corporation“ wurde mit 31 internationalen Preisen, 10 davon Publikumspreise, ausgezeichnet, u.a. dem Publikumspreis für Dokumentarfilm beim Sundance Film Festival 2004. Die DVD erscheint in Deutschland exklusiv bei Zweitausendeins.

„The Corporation. Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht“. Englisches Original mit deutschen Untertiteln. Regie: Mark Achbar und Jennifer Abbott.

Teil 1:

Teil 2:
Reviews:

Die Spur des Psychopathen.

„Wahrscheinlich ist ‘The Corporation’ der meistprämierte Dokumentarfilm aller Zeiten …
Der Film ist eine akribische Darstellung des Wesens, der Entwicklung und der Auswirkungen des Großkonzerns in der modernen Kapitalgesellschaft …
Er zeigt, warum ein Konzern den Rechtsstatus einer juristischen Person besitzt, weshalb er sogar gesetzlich dazu verpflichtet, das eigene Wohl über das Wohl der Allgemeinheit zu stellen und auf moralische Skrupel keine Rücksicht zu nehmen …
Beispiele wie die Privatisierung des Regenwassers in der bolivianischen Stadt Cochabamba durch den US-Konzern Bechtel oder der Verkauf von Rechenmaschinen des amerikanischen Konzerns IBM während des Zweiten Weltkriegs an die Nazis, die in jedem Konzentrationslager für die logistische Bewältigung des Massenmordens verwendet wurden, zeigen deutlich die Spuren, die der Psychopath in Vergangenheit und Gegenwart hinterlassen hat …
Achbar, Abbott und Bakan führen auf 145 Minuten Länge den Beweis, dass im Moment kein Kraut gewachsen ist, das den Konzern resozialisieren könnte.“

Philipp Franz, Konkret, Oktober 2005

The Corporation – Schuhe vom Psychopathen

Eine Frage: Würdest du Brötchen vom Bäcker kaufen wenn du wüßtest, daß er seine Frau, Kinder oder Angestellten mißhandelt?

Bei Schuhen dürfte die Antwort schon etwas anders ausfallen. Oder anders gesagt, in Realität tun es immer noch die meisten Menschen obgleich sie auch diese Frage mit „Nein“ beantworten würden. Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat erklärt ein neuer Dokumentarfilm aus Kanada: The Corporation (zu deutsch: Der Konzern).

phlow.net

Großartig bebildert und sehr kurzweilig.

„Das Thema des Dokumentarfilms ist gut abgehangen und nicht besonders sexy: Die Geschichte der Großkonzerne und ihr rücksichtsloser, weltweiter Kampf um Geld und Macht. Was aber die Kanadier Mark Achbar und Jennifer Abbottt daraus gemacht haben, ist sensationell: 145 brillant erzählte, großartig bebilderte und sehr kurzweilige Minuten. Nur zwei Ausschnitte: Fanta Orange wurde von Coca-Cola für Nazi-Deutschland erfunden, der Reifen-Multi Goodyear wollte mal einen US-Präsidenten stürzen. Nicht nur für Greenpeace- und Attac-Sympathisanten eine Pflichtveranstaltung.“

Stern, 11.8.2005

The award winning Canadian documentary ‘The Corporation’ has been released on BitTorrent for free. Filmmaker Mark Achbar just released an updated “official” torrent of it. Everyone is free to download, watch, discuss, and share it…

torrentfreak.com

Mehr zum Inhalt: Filmlexikon

Download (rs.com):

Part 1| Part 2| Part 3| Part 4| Part 5| Part 6| Part 7

Mirrors auf | Oxedion | Uploaded.to | netload.in | simpleupload | (xlice.net):

Hier klicken

Passwort: doku.dl.am

Größe: entpackt: 742MB, gerart: 622 MB (Xvid)

Dauer: 02:24:02

Uploader: dampfeimer (thx!)

Wer sich das Original kaufen möchte: Hier bestellen

Wem der Film gefällt, sollte über www.thecorporation.com etwas spenden und die Aktionen der Kanadier unterstützen.

Siehe auch:

- thecorporation.com
- The Corporation @wikipedia
- Schuhe vom Psychopathen @phlow.net
- alternativer Download / torrent @torrentfreak.com
- Soundtrack-Download @kikapu.net

13
Jul
07

Invoke 9/11 – Eine Geisterbeschwörung der besonderen Art

Damit es auch ja keiner vergisst, und wirklich jeder versteht worum es eigentlich nochmal genau geht – hier die Kurzfassung ;-) :

Info:

Invokation (lateinisch: Hineinrufung) ist eine Technik der Magie. Der Ausführende glaubt, ein Geistwesen herbeirufen zu können, von dessen Existenz er überzeugt ist. Invoziert im engeren Sinne bedeutet hier das Hinein-Rufen (lat. in-vocare) in den Körper des Magieanwenders. Der Gegenbegriff zur Invokation ist die Evokation, wobei das Geistwesen als außerhalb der Person zu beschwören gedacht wird.

Religionsphänomenologisch bezeichnet die Invokation die Anrufung einer höheren Macht, beispielsweise im Katholizismus die Anrufung eines Heiligen. Invokation ist eine Glaubensannahme, aus wissenschaftlicher Sicht wird davon ausgegangen, dass die herbeigerufenen Wesen nicht real sind, sondern lediglich in der Vorstellung des „Magiers“ existieren…

@wikipedia

13
Jul
07

Money as Debt – Geld als Schuld (deutsche Untertitel)

„Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten!“ – so locken die Banken deine hart erarbeiteten Moneten in ihren Tempel. Wenn Du zu denen gehörst, die Geld niemals arbeiten sahen, könnte dieser Text für Dich interessant sein. Wenn Du Geld schonmal hast arbeiten sehen: Uns würde ein Foto davon interessieren…

Geld: Der heilige Mammon, dem wir alle hinterher rennen. Wir gehen „Geld verdienen“ und nicht etwa „Urlaub verdienen“ oder „Essen verdienen“. Geld muß es schon sein. Aber unser Geld bringt ein „klitzekleines“ Problem mit sich. Ein unscheinbares Problem, was immer größer wird, was aber oft übersehen wird: Der Zins.

Jeder von uns kennt die Freude, die um sich greift, wenn man sich vorstellt, man sei Millionär. 1.000.000 Euro auf dem Konto und läppische 5% Zinsen (bei Millionären sind die Banken weit weniger geizig als beim Kleinsparer!): Also „verdient“ man ohne einen Finger krumm zu machen 50.000 Euro im Jahr. Soviel kriegen die wenigsten Menschen mit harter Arbeit!

Doch stellt sich die Frage: Woher kommen die Zinsen? Geld arbeitet nicht wirklich selbst, jemand borgt es sich und zahlt Zinsen. Die 50.000 die wir als Millionäre also kriegen würden, muß jemand anders bezahlen. Woher nimmt er diese Zinsen? Er kauft mit unserer Million Maschinen, bezahlt Leute und schlägt unsere Zinsen auf die Preise für die Produkte drauf, die er verkauft. Also: Nicht unser Geld erarbeitet mehr Geld, sondern die Menschen, die die Produkte kaufen bezahlen von ihrem Arbeitslohn unsere Zinsen. Obwohl sie also nicht einmal Schulden haben müssen, bezahlen sie die Zinsen der Millionäre. Und die Leute, die sich die Million geborgt haben, treten indirekt als Zinseintreiber auf…

..weiterlesen / Quelle: killerzins.de

Ebenso interessant, die Frage: Wie entsteht überhaupt Geld?

…Wissen sie es? Paul Grignons eindrucksvoller Film erklärt in anschaulicher Weise, warum alle Welt soviele Schulden hat – und was man dagegen tun könnte! Gerade mal so lange wie eine Schulstunde, erklärt dieser Film mehr über unsere Welt, als uns in Jahren des Schulbank Drückens jemals gezeigt wurde.

Wenn auch sie tagtäglich dem lieben Geld nachjagen, wird die verblüffende Erkenntnis der wahren Natur ihrer Beute sie mit Sicherheit interessieren! Und wenn nicht, gibts natürlich das Geld zurück…

Siehe auch:

- Unser Geld – Was ist das? @meinekleinanzeige.de
- Materialien zur Geld-, Zins- und Schuldenproblematik @geldreform.de
- Blickpunkt: Zins, Freiwirtschaft, Wirtschaftspolitik @systemfehler.de
- Warum das Zinssystem zu Wirtschaftscrash und Kriegen führen muss… @intern
- weitere Artikel zur Finanzthematik @geldcrash.de
- Schuldenuhr und weitere Infos @miprox.de

09
Jul
07

War sells – Die Kriegsgeschäfte der USA

Vor dem Hintergrund der zahlreichen von Amerika in den letzten Jahren geführten Kriege und der ständig steigenden Militärausgaben liefert der Filmemacher Eugene Jarecki in seinem Film eine Innenansicht der Vereinigten Staaten: Dabei analysiert er, wie sich das Verhältnis der USA zu militärischen Interventionen seit Ende des Kalten Krieges verändert hat. Warum führt Amerika heute Krieg? Welche politischen, ökonomischen und ideologischen Kräfte stehen hinter dem Militarismus der USA und treiben ihn weiter voran? Welche Chancen bestehen, diese unheilige Allianz aus Militär, Politik und Industrie aufzubrechen und zu überwinden?

Zu Wort kommen unter anderem die Politiker Wiliam Kristol und Richard Pearl, der CBS-Journalist Dan Rather sowie der ehemalige CIA-Mitarbeiter Politologe Chalmer Johnson.

Der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte 1961 in seiner Abschiedsrede vor der zunehmenden Verschränkung von Militär und Industrie. Er betrachtete den wachsenden Einfluss dieses „industriellen-militärischen Komplexes“ als eine der Hauptgefahren sowohl für die amerikanische Demokratie als auch für den Weltfrieden. 40 Jahre später scheint Eisenhower Recht behalten zu haben.

Allein im Jahr 2005 betrug das Militärbudget der vereinigten Staaten 400 Milliarden Dollar – und ist damit größer als das der 19 nächst größeren Länder zusammengenommen. Die Zusammenarbeit zwischen Armee, Industrie und Politik treibt immer neue Blüten: So wurde der Krieg im Irak nicht mehr allein von einer Berufsarmee geführt. Zahlreiche Privatfirmen waren beteiligt und ganze Bereiche der klassischen militärischen Tätigkeiten ausgelagert. Dabei ist ein undurchsichtiges Netz von Sicherheitsdiensten, Söldnern und Spezial-einheiten entstanden, deren Aktivitäten nur schwer zu kontrollieren sind und die bisweilen bewusst eingesetzt werden um an der Grenze zur Legalität zu operieren. Der Staat hat sein Gewaltmonopol aufgegeben, der Krieg ist zum Geschäft geworden.

Quelle: arte.tv

Siehe auch:

- War sells – Die Kriegsgeschäfte der USA @telepolis
- Die Verbandelung von US-Politikern mit der Rüstungsindustrie @politblog
- Es war einmal… Amerika! @intern




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